Neuer Denkansatz in Schleswig-Holsteins CDU?

MDL Hans-Jörn Arp zum Atomausstieg 2022

In einem Artikel von Dieter Schulz für den sh:z nimmt Hans-Jörn Arp Stellung zum Atomausstieg 2022:

Atomkraft-Aus 2022

Nord-CDU will raus aus Atomausstieg: Hohe Strompreise und unausgereifte Alternativen
In Schleswig-Holsteins CDU und Wirtschaft mehren sich die Stimmen, die eine längere AKW-Laufzeit fordern.

Kiel | Eigentlich soll 2022 Schluss sein mit der Atomkraft in Deutschland. Das hatte die Bundesregierung nach der verheerenden Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima 2011 beschlossen. Doch jetzt mehren sich die Stimmen in der Nord-CDU und der schleswig-holsteinischen Wirtschaft, die für eine Verschiebung dieses Datums werben.

„Wir haben heute die höchsten Energie-Preise und das schlechteste Planungsrecht“, sagt der Steinburger CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp stellvertretend. „Solange wir jährlich auf Grund des zu langsamen Netzausbaus und der noch nicht ausgereiften Wasserstoff-Technologie Windstrom im Wert von Hunderten Millionen Euro wegwerfen, brauchen wir eine Brückentechnologie. Und das kann nur die längere Laufzeit von Atomkraftwerken sein, mit denen wir zudem CO2-neutral Strom produzieren können.“

Wende der Wirtschaftspolitik

Arp fordert zudem deutlich mehr Geld vom Bund für die Forschung an der Wasserstoff-Technologie und den Ausbau von Offshore. „Da liegt das Geld“, erklärt Arp, der sich sicher ist, dass sich mit der Wasserstoff-Technologie die Akzeptanz der Energiewende im Land deutlich erhöhen wird. Schleswig-Holstein habe sowohl bei Offshore als auch bei Wasserstoff enormes Potenzial, sagt der Landtagspolitiker, der eine deutliche Wende der Wirtschaftspolitik des Bundes fordert. Zurzeit würden die Verbraucher die Zeche zahlen.

Zuvor hatten unter anderem bereits Volkswagen-Chef Herbert Diess und der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Fuchs den Atomausstieg als verfrüht bezeichnet. Deutschland müsse ab 2022 Strom importieren – das sei dann Atomstrom aus Frankreich oder aus Kohlestrom Polen. „Wenn wir nicht auf Atomstrom setzen, dann machen es die anderen und die Wertschöpfung findet im Ausland statt“, warnt Arp.

Nachzulesen auf der website von H-J Arp, CDU:

Dazu ein Kommentar von Dieter Schulz, Autor des Berichtes für den shz: “Nicht gleich zerreden”

– Quelle: https://www.shz.de/27086432 ©2020

Antwort der grünen Koalitionspartner:

MDL Arp zur Demokratie

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