Windkraftanlagen mindern den Wert von Immobilien

WELT.de

Immobilien Studie
Von Michael Fabricius, Daniel Wetzel
Immobiliennutzer fühlen sich offenbar immer stärker von den Rotorblättern der Windräder gestört. Das mindert laut einer Untersuchung den Wert der Objekte zum Teil deutlich. Besonders betroffen sind ländliche Gegenden.

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Laut Studienergebnis verlieren ländliche Einfamilienhäuser im Umkreis von Windenergieanlagen zum Teil deutlich an Wert. „In absoluten Zahlen kann das einen Vermögensverlust für Hausbesitzer von mehreren zehntausend Euro bedeuten“, sagte RWI-Studienleiter Manuel Frondel der Zeitung: „Der Effekt schrumpft auf null bei einem Abstand von acht bis neun Kilometern.“

Im Gegensatz zu Häusern in ländlichen Gebieten verlieren Immobilien in Stadtrandlage, also in einem zehn Kilometer breiten Gürtel um Städte herum, kaum an Wert.

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Aus Sicht des Bundesverbandes Windenergie (BWE) „wirken sich Windenergieanlagen nicht negativ auf den Immobilienwert aus“

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Mit Dank an Markus für die Info!!

Fragt man diejenigen unter uns Windkraftbetroffenen, die bereits aus Windindustriezonen geflüchtet sind oder die versucht haben, ihre Immobilie in der Nachbarschaft von WEA zu verkaufen, wird man auf etliche Fälle stoßen, in denen es gar nicht gelungen ist, die Häuser zu verkaufen. In anderen Fällen hat der Verkauf Jahre gedauert und ist dann mit sehr viel größeren Abschlägen verkauft worden, als in der Studie ermittelt.
Wenn die Verkaufsabschläge in der Studie für Immobilien in den ländlichen Räumen und im Speckgürtel der Städte jedoch gemittelt worden sind, wäre ein solches Ergebnis nachvollziehbar.
 Ansonsten gilt: Je mehr WEA in Sicht- und Hörweite, desto schwieriger der Verkauf. Direkte Nachbarschaft bedeutet fast immer Unverkäuflichkeit.

Die Beurteilung der Studienaussage durch den Lobbyverband BWE läßt einen schmunzeln. Auch die Lobbyverbände und Produzenten von Tabakprodukten und von Asbest haben im vorigen Jahrhundert jahrzehntelang in den Medien behaupten dürfen, dass ihre gewinnbringenden Produkte für die Bevölkerung, die mit ihnen in Kontakt kommen unschädlich seien…

Der größte schleswig-holsteinische Makler Jürgen Stöben war bereits Anfang 2008 Teil einer unserer Informationsveranstaltungen zur Windkraft und warnte vor Wertverlusten bis zur Unverkäuflichkeit und sein Sohn Patrick  führte Jahre später in 2015 eine Umfrage unter seinen Kunden durch zu ihrem Kaufverhalten in Bezug auf Immobilien in Windkraftzonen. Die Ergebnisse dürften sich mit dem weiteren und anhaltenden Zubau mit noch größeren Anlagen in den letzten dreieinhalb Jahren weiter verschlechtert haben zulasten der Immobilienbesitzer.
Auch
im Ausland fanden Untersuchungen statt. Es hat den Anschein, als wären diese – insbesondere die Kundenbefragung des Immobilienmaklers Stöben –  näher an der Realität.

Und immer wieder das Fazit: Mit deutlicher Sicht- und Hörbarkeit der WEA und in direkter Nachbarschaft sinkt der Wert bis zur Unverkäuflichkeit!

Passend: Ein Beitrag der Deutschen Wirtschaftsnachrichten vom Februar 2015 auf unserer Archivseite windwahn.de:
http://www.windwahn.de/index.php/wissen/hintergrundwissen/dav-beitragsreihe/windraeder-lobby-interessen-staerker-als-schutz-der-grundrechte

JR

Makler-Kundenbefragung zum Kaufverhalten in S-H von 2015:

Immobilienpreise in den Mühlen der Windräder

Abschließend betrachtet ergibt unsere Umfrage, dass die subjektiv gefühlte Beeinträchtigung durch die Nähe einer Windkraftanlage nach wie vor sehr hoch ist. Objektiv kritisch wird es für den Immobilienbesitzer, wenn eine Anlage in Sichtweite steht. Dann muss er in jedem Fall mit massivem Wertverlust rechnen“, resümiert Patrick Stöben, Gesellschafter bei OTTO STÖBEN GmbH.

Lesen!

siehe auch unten

Immowerte – diverse Berichte

Elicker

Prof J. Hasse

Haus und Grund – auch direkt an der Basis

Wertverluste bei Immobilien in Europa – EPAW-Artikel

z.B.

Politischer Wille ./. Basiswissen – Eine Gegenüberstellung:

Aus der Umfrage von 2015 der Immobilienmakler von OTTO STÖBEN

[…]
Um nun ein aktuelles Stimmungsbild bezüglich Windkraftanlagen im persönlichen Wohnumfeld einzufangen, führte OTTO STÖBEN eine Umfrage unter seinen Kunden durch, an der sich insgesamt 88 Personen beteiligten.
Im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Biogasanlagen, Geothermie und Photovoltaik steht die Windkraft bei den von OTTO STÖBEN befragten Kunden in der Akzeptanz bei einer Vergabe der Noten von 1 (am ehesten toleriert) bis 5 mit dem ermittelten Mittelwert von 3,11 an vorletzter Stelle. Spitzenreiter sind hier die Photovoltaikanlagen mit einem Mittelwert von 1,87 gefolgt von Wasserkraft (2,05) und Geothermie (2,35). Das Schlusslicht bilden bei dieser Umfrage die Biogasanlagen mit einem Wert von 3,63.
Allerdings beantworteten 71,3 % der Teilnehmer die Frage, ob sie grundsätzlich in eine Gemeinde ziehen würden, in der Windkraftanlagen stehen, mit Ja und 28,7 % mit Nein, was zunächst auf ein Umdenken bezüglich Windkraftanlagen im eigenen Dunstkreis schließen lassen würde.
Dem gegenüber steht die Beantwortung der Frage, wie nahe man an einer Windkraftanlage bauen bzw. wohnen würde. Hier würde die größte Anzahl der Befragten (34,1 %) eine Entfernung von 3.000 – 4.000 m bevorzugen, 14,8 % eine Entfernung von 2.000 – 3.000 m, 26,1 % eine Entfernung von 1.000 – 2.000 m, 19,3 % eine Entfernung von 500 – 1.000 m und lediglich 5,7 % würden eine Windkraftanlage in weniger als 500 m tolerieren.
Am meisten stören würden 74,7 % der Befragten an den Windkraftanlagen die Geräuschemissionen, gefolgt vom Schattenwurf (43,9 %) sowie vom verbauten Blick (40,2 %). Gesundheitliche Folgen befürchten 17,2 %. Immerhin 12,6 % würden sich durch nichts beeinträchtigt fühlen.
Auf die Frage, um wie viel Prozent ihr Kaufangebot für ein Einfamilienhaus sinken würde, wenn es im näheren Umfeld zu einer Windkraftanlage stünde, antworteten die Befragten folgendermaßen:
• 5 % weniger bezahlen würden 16,5 %
• 10 % weniger bezahlen würden 18,8 %
• 15 % weniger bezahlen würden 20,0 %
• 20 % weniger bezahlen würden 22,4 %
• > 20 % weniger bezahlen würden 22,4 %

„Abschließend betrachtet ergibt unsere Umfrage, dass die subjektiv gefühlte Beeinträchtigung durch die Nähe einer Windkraftanlage nach wie vor sehr hoch ist. Objektiv kritisch wird es für den Immobilienbesitzer, wenn eine Anlage in Sichtweite steht. Dann muss er in jedem Fall mit massivem Wertverlust rechnen“, resümiert Patrick Stöben, Gesellschafter bei OTTO STÖBEN GmbH.

Quelle:

Die Einschätzung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages dagegen ergibt natürlich keinen Wertverlust…..

Man nennt das auch Volkdsverdummung….
JR

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