Offshore-Windparks : Wie die Windräder in der Nordsee entsorgt werden sollen

FAZ

Von Niklas Záboji
Aktualisiert am 22.01.2019

In Teilen gleicht die Nordsee einem Industriepark. Wo weder Marine noch Frachter, geschweige denn Fischer und Segler verkehren, ragen mehr als 200 Meter hohe Windräder aus dem Wasser. Rund 1300 Offshore-Anlagen gibt es mittlerweile auf deutschem Grund, wie der Bundesverband Windenergie am Montag bekanntgab. Das ist nur ein Bruchteil dessen, was dank üppiger Förderung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf Feldern und Wiesen installiert wurde. Doch ist der Jahresnutzungsgrad mit 40 bis 50 Prozent dank eines konstanteren Windangebots zu Wasser rund doppelt so hoch.

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Rückbau-Diskussion

Indes nimmt die Diskussion über den Rückbau von Windrädern Fahrt auf. Denn die große Herausforderung an Land wie auf See ist dieselbe: Endet die Betriebslaufzeit, muss die Anlage demontiert werden – dabei mangelt es noch immer an standardisierten Verfahren für den ökologisch einwandfreien Rückbau. Bezeugte Fälle, in denen Windräder rücksichtslos auseinandergenommen werden, setzen der Branche zu.*

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* Warum alte Windräder ein Umweltrisiko sind

Von Niklas Záboji
Aktualisiert am 28.05.2018

Am Ackerrand stehen Menschen, auf dem Feld ein Lastwagen und ein Windrad. Der Truck fährt los, ein Seil spannt sich, das Windrad stürzt ein. Die Menge raunt. „Abriss Extrem!“, titelt der Youtube-Filmer, der die Aktion aufgenommen hat. Was das Video zeigt, wird zunehmend zum Problem: der Rückbau von Windrädern in Wildwestmanier. Rücksicht auf die umliegende Natur? Ausgerechnet bei den Leuchttürmen der Energiewende droht die nachhaltige Fassade zu bröckeln.

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Was auch für viele von uns einst Grund war, gegen AKW zu demonstrieren, nämlich die unzulängliche Berücksichtigung eines späteren Rückbaus und die Endlagerung, wiederholt sich bei der “Zukunftstechnologie” WKA. Umweltzerstörung, Artenvernichtung und Gesundheitsgefährdung durch die sog. “saubere” Windkraft.
Trotz wiederholter Warnungen setzt die Politik ihre Mensch und Natur gefährdende und die Volkswirtschaft schädigende Energiepolitik im Sinne einer profitierenden Lobby fort.
JR
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