Studie DK: Kurzzeitige nächtliche Beschallung durch WEA und Herz-Kreislauf Ereignisse

Erstes Teilergebnis der landesweiten Fall-Crossover-Studie in Dänemark

Short-term nighttime wind turbine noise and cardiovascular events

A nationwide case-crossover study from Denmark

Schlussfolgerungen
Die Ergebnisse zeigten keine schlüssigen Beweise für einen Zusammenhang zwischen nächtlichem WKA-Schall (WTN) und Herzinfarkt (MI) oder Schlaganfall.
In den relativ wenigen Situationen mit hohem niederfrequenten WKA-Schall im Innenraum wurden jedoch durchgehend höhere Risikoschätzungen (Anm. der Red.: ein höheres Gefährdungspotenzial) beobachtet. Ein ähnlicher Zusammenhang wurde im Außenbereich (Anm. der Red.: außerhalb der Häuser) nicht durchgehend gesehen.
Die Ergebnisse zeigen, dass Windkraftschall, der die Wohnräume nachts durchdringt als Auslöser von Herzinfarkt und Schlaganfall fungieren kann.
Die Ergebnisse können auf Zufall beruhen und keine feste Schlussfolgerung rechtfertigen, bevor sie in anderen Populationen (Anm. der Red.: Referenzgruppe) reproduziert werden.
Übersetzung J.R.

Alles lesen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29505969

Mit Dank an Greta für alle Informationen aus Dänemark!


Originaltext:
4.1. Conclusions
The results did not show conclusive evidence of an association between nighttime WTN and MI or stroke.
However, for the relatively few situations with high indoor LF WTN, higher risk estimates were consistently observed. A similar association was not consistently seen for outdoor WTN.
The results indicate that WTN penetrating residences at night may act as a trigger of MI and stroke.
The results may be due to chance and justify no firm conclusion before reproduced in other populations.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass in der Schlußfolgerung ein Gefährdungspotenzial durch Windkraftimmissionen zunächst marginalisiert wird, um dann im Folgenden auf die höhere Risiken im Innenbereich der Wohnungen hinzuweisen, dann eine Gefährdung im Außenbereich zu minimieren (not consistently), schließlich eine mögliche Gefährdung im Wohnraumbereich noch einmal hervorzuheben, um abschließend alle Ergebnisse regierungskonform und lobbygerecht zu relativieren.
Ein Muster, welches wir nach den Veröffentlichungen der deutschen Studien (LMU, PTB, fMRT) und den ersten Statements der Studienleiter regelmäßig erleben:
Sehr bald nach der ersten Publikation der Studien werden Texte veröffentlicht, in denen die Verantwortlichen ihre Ergebnisse relativieren oder sich bemühen den Bezug zum Infraschall, emittiert von WEA auszuschließen, in dem sie betonen, dass es sich vor allem um ILFN-Immissionen anderer technischen  Anlagen handele.
Unterstützend, ganz im Interesse der Regierung und der Windkraftlobby wird zumeist von Landesämtern darauf hingewiesen, dass es sich um Laborstudien handelt, zu wenige Probanden involviert waren, die Studiendauer keine angemessenen Daten liefern kann, weil die Langzeitexposition an WEA nicht abgebildet wird, die äußeren Umstände nicht gepasst haben oder die Studie nur die Störungsanfälligkeit von hochempfindlichen seismischen Messystemen, nicht aber die behauptete geringere Empfindlichkeit des menschlichen Organismus darstellen sollte.

Diese Einschränkungen, oder besser Ergebnisorientierungen, die dann zu den gewünschten Schlußfolgerungen für die Öffentlichkeit führen und von den meisten Medien gern aufgegriffen werden, beweisen uns stets auf Neue, dass diese, von allen steuerzahlenden Mitbürgern finanzierten Studien einzig dazu dienen, der Allgemeinheit die Harmlosigkeit einer Technologie mit großem Gefährdungspotenzial vorzugaukeln. Ähnlich verfahren wurde einst mit dem Tabakkonsum, der Asbestnutzung und der Atomkraft. Schönreden, nichts hinterfragen, Kritiker mundtot machen, realitätskonforme Studien um jeden Preis vermeiden und statt dessen auf Kosten der Steuerzahler unzulängliche Untersuchungen starten, deren Aussagekraft man anschließend relativieren und marginalisieren kann.
Das kaum interessierte, in Ballungsräumen beheimatete Volk ist beruhigt, die betroffenen Anwohner leiden weiter unter den vielen Formen von Schallerkrankungen und werden als eingebildete oder übersensible Kranke verhöhnt, die aus Angst vor der Windkraft oder mangelnder Liebe zu Windkraftindustriegebieten nach dem Nocebo-Prinzip und an psychischen Leiden erkranken.
Die Sätze  aus dem Zyniker-Milieu unserer Politiker, Lobbyisten und Ideologen ” Sie müssen lernen, die Windkraft zu lieben, dann werden sie nicht krank”, “Sie können ja klagen, wenn Sie der Lärm stört”, “Kaufen Sie Anteile an Windkraftprojekten, dann werden Sie nicht krank” und “Dann ziehen Sie doch weg” werden uns weiterhin begleiten und viele in die Flucht schlagen, unter Aufgabe der Heimat und der Wohnwerte, solange die Methode der Profiteure und ihrer Unterstützer greift,  die Bevölkerung durch Volksverdummung ruhig zu stellen.
Studien, die per se darauf abzielen, keine belastbaren Ergebnisse zu bringen, weil sie nur dafür erdacht wurden, Zeit zu gewinnen für noch mehr Profite, noch mehr lukrative Studienaufträge auf Kosten der Steuerzahler und auf dem Rücken der Betroffenen sind eine Schande für die Wissenschaft und ihre Forscher und für die Demokratie.

Weitere Teilergebnisse aus Dänemark zu den anderen untersuchten Gesundheitsthemen sind zu erwarten.
Die Themen sind: Schlafstörungen, Depressionen, erhöhte Blutdruckwerte, Diabetes und das Geburtsgewicht Neugeborener. Sie stellen die in Dänemark die von Windkraftanwohnern am häufigsten genannten Symptome dar. [Häufigst genannte Symptome in Deutschland hier]
Bezüglich der Geburtsgewichte wurde vonseiten der Forscher vorab darauf hingewiesen, dass die Anzahl der Neugeborenen nicht besonders hoch sei, so dass hier keine besonders signifikante Aussage zu erwarten sei.

Die Studienleiterin Mette Sørensen bestätigte, dass es sich bei diesen fünf weiteren Studien um LANGZEITSTUDIEN handelt. So bleibt zu hoffen, dass diese belastbarere Ergebnisse zutage bringen.
Fragwürdig bleibt die Tatsache, dass keine akustischen Messungen in den Häusern durchgeführt werden.
[Anm. der Red.: Kontrollmessungen unabhängiger Akustiker bereiten Interessenvertretern der Windkraftprofiteure und der Politik offensichtlich das größte Kopfzerbrechen, weil sie von außen schwer zu manipulieren sind und die wenigen unabhängigen Messinstitute, die mit ihrem Equipment auf dem neuesten Stand der Technik die Signatur jeder einzelnen WEA feststellen und ihren Standort bestimmen kann.]

Der dänische Verband der Windradnachbarn ließ verlautbaren, dass der Schall im Haus in der Nacht der Risikofaktor
ist und die Familien in ihren Innen- und besonders in den Schlafräumen durch tieffrequenten Schall keine Ruhe und keinen Schlaf finden. Das von Windkraftbranche und Politik erhoffte “Null-Resultat” hat es nicht gegeben, denn es gab Auffälligkeiten im Hinblick auf Herzinfarkte und Schlaganfälle. [Anm. der Red.: Es ist kaum zu erwarten, dass die Politik daran interessiert sein wird, Forschungsgelder für eine Überprüfung mittels Referenzgruppen  bereitzustellen.]

Wir bleiben gespannt, in welche Richtung diese dann zielen werden. Oder ob die in Dänemark für die Untersuchungen verbratenen Steuergelder letztlich besser verwendet worden wären, den schallerkrankten Anwohnern den Wegzug in unbelastete Regionen oder gleich ins Ausland durch angemessene Schadenersatzzahlungen zu ermöglichen.
Das ist zwar auch absurd, denn der Staat, also wir alle, die wir Steuern zahlen sind nicht Verursacher der Schäden an Mensch und Natur, sondern die Verantwortlichen sitzen in der Windkraftbranche. Aber dass zumindest in Deutschland das Verursacherprinzip nicht gilt, erleben wir z.Zt.auch bei der zu erwartenden Enteignung von Dieselfahrern, anstatt die Verschmutzer in der Automobilbranche zur Verantwortung zu ziehen…

JR

Aus der Kurzfassung auf pubmed (Studienleiterin Mette Sørensen):

Ziele:
Die Anzahl der Personen, die Windturbinenlärm (WTN) ausgesetzt sind, steigt. WTN wird als störender empfunden, als Verkehrslärm auf einem ähnlichem Niveau. Langzeitexposition an Verkehrslärm wurde durchweg mit kardiovaskulären Erkrankungen in Verbindung gebracht, während die Effekte von Kurzzeit-Exposition  sehr viel weniger untersucht wurden, aufgrund kleiner täglicher Variationen z.B. des Straßenverkehrslärms. WTN variiert beträchtlich aufgrund sich ändernder Wetterbedingungen, was eine Untersuchung von kurzfristigen Effekten von WTN auf kardiovaskuläre Ereignisse ermöglicht.

Methoden und Ergebnisse:
Wir identifizierten alle Klinikeinweisungen und Todesfälle durch Schlaganfall (16.913 Fälle) und Myokardinfarkt (MI) (17.559 Fälle) bei Dänen, die zwischen 1982 und 2013 dem Schall von WEA ausgesetzt waren. Wir verwendeten ein zeit-geschichtetes Case-Crossover-Design. Unter Verwendung von detaillierten Daten über Windturbinentyp und stündliche Winddaten jeder Windkraftanlage simulierten wir die mittlere nächtliche Außen- (10-10.000 Hz) und nächtliche Niederfrequenz (LF) Indoor WTN (10-160 Hz) über die 4 Tage vor der Diagnose und Referenz Tage.
[…]

Fazit:
Diese Studie lieferte keine schlüssigen Beweise für eine Assoziation zwischen Windkraftschall und Herzinfarkt oder Schlaganfall. Es deutet jedoch darauf hin, dass niederfrequenter Windkraftschall in der Nacht  kardiovaskuläre Ereignisse auslösen kann, während solche Ereignisse von nächtlichem Windkraftschall im Freien weitgehend unbeeinflusst blieben. Diese Befunde müssen reproduziert werden, da sie auf wenigen Fällen beruhen und möglicherweise zufällig sind.
Übersetzung JR (Original s.u.)

Pubmed

Einleitung zum Studiendesign und der Schlußfolgerung zum ersten Teilergebnis im Original

The number of people exposed to wind turbine noise (WTN) is increasing. WTN is reported as more annoying than traffic noise at similar levels. Long-term exposure to traffic noise has consistently been associated with cardiovascular disease, whereas effects of short-term exposure are much less investigated due to little day-to-day variation of e.g. road traffic noise. WTN varies considerably due to changing weather conditions allowing investigation of short-term effects of WTN on cardiovascular events.
We identified all hospitalisations and deaths from stroke (16,913 cases) and myocardial infarction (MI) (17,559 cases) among Danes exposed to WTN between 1982 and 2013. We applied a time-stratified, case-crossover design. Using detailed data on wind turbine type and hourly wind data at each wind turbine, we simulated mean nighttime outdoor (10-10,000 Hz) and nighttime low frequency (LF) indoor WTN (10-160 Hz) over the 4 days preceding diagnosis and reference days. For indoor LF WTN between 10 and 15 dB(A) and above 15 dB(A), odds ratios (ORs) for MI were 1.27 (95% confidence interval (CI): 0.97-1.67; cases = 198) and 1.62 (95% CI: 0.76-3.45; cases = 21), respectively, when compared to indoor LF WTN below 5 dB(A). For stroke, corresponding ORs were 1.17 (95% CI: 0.95-1.69; cases = 166) and 2.30 (95% CI: 0.96-5.50; cases = 15). The elevated ORs above 15 dB(A) persisted across sensitivity analyses. When looking at specific lag times, noise exposure one day before MI events and three days before stroke events were associated with the highest ORs. For outdoor WTN at night, we observed both increased and decreased risk estimates.

CONCLUSION:

This study did not provide conclusive evidence of an association between WTN and MI or stroke. It does however suggest that indoor LF WTN at night may trigger cardiovascular events, whereas these events seemed largely unaffected by nighttime outdoor WTN. These findings need reproduction, as they were based on few cases and may be due to chance.

Copyright © 2018 Elsevier Ltd. All rights reserved.
KEYWORDS: Epidemiology; Myocardial infarction; Noise; Stroke; Wind turbines
PMID: 29505969
DOI: 10.1016/j.envint.2018.02.030

Achtung – Hintergrundwissen:

Was man in Anbetracht der o.g. ersten Teilergebnisse der dänischen Studie wissen sollte

Dänisches Hintergrundwissen – mit Dank an Greta:

“Die Konstruktion der Studie ist ein Wunderwerk an politischer Raffinesse. Es werden nur Kurzzeit-Modelle untersucht.
Wer hat die  Modelle konstruiert? Wer hat bei den Untersuchungen assistiert?
Das war natürlich der Lieblingsbranchenvertreter der Umweltbehörde (Miljøstyrelsens) DELTA.*
Weitere Ergebnisse werden folgen. Am Interessantesten werden die Ergebnisse zu Schlafstörungen und Depressionen sein.
Ich habe in meiner Veröffentlichung zur Studie unabhängige Messungen in den Häusern gefordert.”
Greta Gallandy-Jakobsen

*”Danksagung an DELTA am Ende der Studie:
Wir möchten DELTA gegenüber unseren Dank ausdrücken, die auch angesichts enormer Datensätze, große Sachkenntnis, Sorgfalt und Einfallsreichtum (Red. Windwahn: aussagestarke Wortwahl…)
in allen Schritten des Prozesses bewiesen hat, bei der Abschätzung  der detaillierten Windturbinen-Lärmdaten, die für die epidemiologischen Analysen brauchbar sind.”
Übersetzung JR

Studie zur möglichen Auswirkung der Methodik einer solchen Studie

Auswirkungen von Anonymisierungsverfahren auf Risikoschätzungen in epidemiologischen Studien

Zusammenfassung

Bei der statistischen Auswertung von Einzeldaten besteht ein Spannungsfeld, das sich durch das Bedürfnis nach möglichst umfangreicher sowie detaillierter Information und durch die Anforderungen des Datenschutzes ergibt. Um nun einerseits auch sensible Daten allgemein zu Forschungszwecken zur Verfügung stellen zu können und andererseits das Recht des Individuums auf Schutz seiner persönlichen Daten zu gewährleisten, werden vor Weitergabe eines Datensatzes die tatsächlichen Angaben z. T. derart verändert, daß ein Rückschluß auf die zugehörigen Personen unmöglich gemacht wird. Solche datenverändernden Anonymisierungsverfahren können allerdings die statistische Qualität eines Datensatzes erheblich beeinflussen.

https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-51151-6_8

Wir werden berichten, sobald die nächsten Teilergebnisse der Studie freigegeben sind.
JR

 

Verkehrslärm versus WEA-Lärm

Böser Lärm ./. Guter Lärm – ein deutsches Phänomen?

Zum Vergleich

Auswirkungen von Fluglärm – Verwandtschaft mit den Druckschwankungen des WEA-Lärms

Bei den folgenden Untersuchungen geht es um allgemeinen Verkehrslärm, besonders hervorgehoben wird der Fluglärm.
Dabei bleibt, wie seit Jahren üblich, der Lärm von WEA unerwähnt, der spätestens mit der ersten Anwohner-Beschwerde gegen die Dauerbeschallung durch WEA von Profiteuren im Verbund mit Ideologen als guter Lärm identifiziert wurde und fortan in Konkurrenz zum bösen Verkehrslärm behandelt wird. Geforscht wird kontinuierlich zum bösen Lärm, das ist der, den man hört und der, offiziell bestätigt, krank macht. Der gute Schall, den man weniger hört, aber umso mehr fühlt, der muss nicht beforscht werden, höchstens in abgespeckter Form, weitab der Realität seines Auftretens: im Labor und so kurz wie möglich. Die Regel “Die Dosis macht das Gift”, sprich die Langzeitbelastung wird mißachtet.

Jeder, der sich mit den Auswirkungen von Schallwellen auf den Körper beschäftigt weiss, dass sich namhafte Forscher seit Jahrzehnten mit diesen beschäftigen und bei ihren Forschungen mit dem Fluglärm begonnen haben. Windkraftwerke wurden vielerorts erst später weltweit verbaut.

Federführend bei den Untersuchungen zu den Auswirkungen von Vibrationen und Schwingungen auf den Organismus sind Prof. Mariana Alves-Pereira und Dr. Nuno Castelo Branco in Portugal, deren erste Forschungen seit 1980, im Auftrag des portugiesischen Staates, den Auswirkungen von Turbinenschall der Flugzeuge gegolten haben.
Um Auswirkungen wie pathologische Gewebeveränderungen nachzuweisen, wurden nicht nur bildgebende Verfahren angewendet, sondern auch Obduktionen durchgeführt, also Nachweise erbracht, wie sie unbestechlicher kaum sein können.
In den 90er-Jahren kamen in Portugal die ersten Beschwerden von Anwohnern mit geschilderten Krankheitssymptomen zum WEA-Schall hinzu. Daraufhin wurden die staatlich geförderten Forschungen auf die Problematik der Erkrankungen von Anwohnern der Windkraftnutzung ausgedehnt.
Die Einführung einer Berufsunfähigkeitsrente für durch Vibrationen, ausgelöst durch Infra- und Körperschall erkrankte, z.B. auf dem Flugfeld tätige Berufstätige, Schadenersatz für durch Wíndkraftwerkslärm erkrankte Familien, Übernahme sämtlicher Kosten, die durch Berufsunfähigkeit, Behandlung der Erkrankung, Ausfallentschädigung und andere Notwendigkeiten wie das Anmieten von Ausweichquartieren, Fahrtkosten etc. enstehen, sind in Portugal seit Jahren selbstverständlich.
Eine Entwicklung, von der wir in Deutschland bis heute nur träumen dürfen, denn derartige Untersuchungen durch unabhängige Wissenschaftler werden seit Beginn der Windkraftnutzung in 1986 bis heute vermieden. Und wenn sich Universitäten auch auf Untersuchungen zu Schallauswirkungen von WEA einlassen, dann hat man den Eindruck, diese Forschungen würden nur halbherziug durchgeführt und dienten der Augenwischerei und die Ergebnisse werden, wie oben erwähnt, im Nachgang relativiert.

Über die VAD-Forschung (Vibroacoustic Desease) berichten wir seit 2008 und stehen mit der Wissenschaftlerin durchgehend in Kontakt.

Machen Sie sich ein Bild und informieren Sie Ihre behandelnden Ärzte darüber. Ggf. ist es sinnvoll, einen Flugmediziner aufzusuchen, da die Fachkompetenz zu Vibroakustischen und Infraschallerkrankungen dort eher angesiedelt ist.
JR

Aktuelle Infraschall Untersuchung von Prof. Vahl, HTG Universität Mainz:

Windkraft – Störsender fürs Herz

Mainzer Forscher untersuchen Folgen des Infraschalls auf die Herzmuskelkraft

Zwei deutliche Aussagen von Prof. Vahl zu seinen derzeitigen Untersuchungen, die im Februar 2018 von seiner Arbeitsgruppe der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Unimedizin Mainz beim Kongress der Fachgesellschaft für Aufsehen sorgte. Hier ging es um ihre Forschung über die Beeinträchtigung des Herzmuskels durch Infraschall.

“Wenn die Aortenklappe, die den Blutstrom vom Herzen zum Körper regelt, verkalkt und damit verengt ist, ändert sich der Blutstrom und damit das Strömgeräusch. So wird etwa diskutiert, ob dieser veränderte Schall an der Entstehung gefährlicher Aussackungen nach Einengungen beteiligt ist.”

“Zum gegebenen Zeitpunkt kann man sicher sagen, daß Infraschall unter den Messbedingungen die vom isolierten Herzmuskel entwickelte Kraft vermindert, unter bestimmten Bedingungen geht bis zu 20 Prozent verloren. Die grundsätzliche Frage, ob der Infraschall Auswirkungen auf den Herzmuskel haben kann, ist damit beantwortet.”

Kompendium der Flugmedizin

Wie verwandt die Auwirkungen von Flug- und WEA-Schall auf den Organismus sind, bestätigt auch das Kompendium der Flugmedizin

Umweltlärm

Zwei aktuelle Untersuchungen aus Mainz unter Beteiligung der Studienleiterin der dänischen Studie Mette Sørensen

The Present and Future
Review Topic of the Week

Environmental Noise and the Cardiovascular System

von ThomasMünzelMD, Frank P.SchmidtMD, SebastianStevenMD, JohannesHerzogMD, AndreasDaiberPhD, MetteSørensenPhD

Abstract
Noise has been found associated with annoyance, stress, sleep disturbance, and impaired cognitive performance. Furthermore, epidemiological studies have found that environmental noise is associated with an increased incidence of arterial hypertension, myocardial infarction, heart failure, and stroke. Observational and translational studies indicate that especially nighttime noise increases levels of stress hormones and vascular oxidative stress, which may lead to endothelial dysfunction and arterial hypertension. Novel experimental studies found aircraft noise to be associated with oxidative stress–induced vascular damage, mediated by activation of the NADPH oxidase, uncoupling of endothelial nitric oxide synthase, and vascular infiltration with inflammatory cells. Transcriptome analysis of aortic tissues from animals exposed to aircraft noise revealed changes in the expression of genes responsible for the regulation of vascular function, vascular remodeling, and cell death. This review focuses on the mechanisms and the epidemiology of noise-induced cardiovascular diseases and provides novel insight into the mechanisms underlying noise-induced vascular damage.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0735109717419309

The Adverse Effects of Environmental Noise Exposure on Oxidative Stress and Cardiovascular Risk

Münzel T, Sørensen M, Schmidt F, Schmidt E, Steven S, Kröller-Schön S, Daiber A

Abstract
Epidemiological studies have provided evidence that traffic noise exposure is linked to cardiovascular diseases such as arterial hypertension, myocardial infarction, and stroke. Noise is a nonspecific stressor that activates the autonomous nervous system and endocrine signaling. According to the noise reaction model introduced by Babisch and colleagues, chronic low levels of noise can cause so-called nonauditory effects, such as disturbances of activity, sleep, and communication, which can trigger a number of emotional responses, including annoyance and subsequent stress. Chronic stress in turn is associated with cardiovascular risk factors, comprising increased blood pressure and dyslipidemia, increased blood viscosity and blood glucose, and activation of blood clotting factors, in animal models and humans. Persistent chronic noise exposure increases the risk of cardiometabolic diseases, including arterial hypertension, coronary artery disease, diabetes mellitus type 2, and stroke. Recently, we demonstrated that aircraft noise exposure during nighttime can induce endothelial dysfunction in healthy subjects and is even more pronounced in coronary artery disease patients. Importantly, impaired endothelial function was ameliorated by acute oral treatment with the antioxidant vitamin C, suggesting that excessive production of reactive oxygen species contributes to this phenomenon. More recently, we introduced a novel animal model of aircraft noise exposure characterizing the underlying molecular mechanisms leading to noise-dependent adverse oxidative stress-related effects on the vasculature. With the present review, we want to provide an overview of epidemiological, translational clinical, and preclinical noise research addressing the nonauditory, adverse effects of noise exposure with focus on oxidative stress. Antioxid. Redox Signal. 28, 873-908.

KEYWORDS:
aircraft noise exposure; endothelial dysfunction; environmental risk factors; oxidative stress; stress hormones; traffic noise exposure

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29350061

Print Friendly, PDF & Email