Studie: Risiko für Erkrankungen durch Infraschall steigt mit Zunahme von Höhe, Leistung und Anzahl der WEA und Dauer der Exposition

Finnische Studie abgeschlossen – Zusammenfassung bestätigt das Zwischenergebnis

Infraschall von Windenergieanlagen verursacht laut der Ergebnisse der 2016 in Finnland durchgeführten Studie Gesundheitsschäden bei Anwohnern im Umkreis von etwa 15 bis zu 20 Kilometern. Die Ergebnisse der Pilotstudie sind statistisch signifikant. Die Untersuchungen bestätigen die Ergebnisse der Langzeitstudie von Ceranna und Pilger (2004-2016) in Deutschland.

Es sei darauf hingewiesen, dass die technische Entwicklung der Windkraftwerke in Bezug auf Höhe, Rotorlänge und Leistung und ihre zunehmende Anzahl in den letzten vier Jahren rasant gewachsen ist und entsprechend der von Politik und Windkraftbranche angestrebten Ausbauziele weiterhin erheblich zunehmen wird. Somit ist davon auszugehen, dass die 2016 ermittelte Risikodistanz zwischen Wohngebäuden und Windkraftwerken von 15 bis 20 km bereits heute, 2020, zu gering ist.

Heute können wir Ihnen, in Zusammenarbeit mit unseren finnischen Kollegen, die Zusammenfassung der Studienergebnisse zur Kenntnis geben.
Eine Langfassung der Untersuchungen wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die 2016 gegründete finnische Vereinigung für Umweltgesundheit SYTe ist Initiator der Studie.
JR

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Infraschall emittiert durch Windenergieanlagen auf die Anwohner in der Umgebung von WEA in Finnland, basierend auf der Schallausbreitung

Download:


Frühere Berichterstattung auf windwahn.com

Finnische Studie: Vereinigung Umweltgesundheit SYTe fordert Politik zum Handeln auf

16. August 2019

Finnische Pilotstudie zeigt: Infraschall emittiert von WEA gefährdet Anwohner im Umkreis von 15 km

13.März 2019

8 Kommentare

  1. Ich finde, bei den gegenwärtigen Forschungsergebnissen und Arbeiten zu dem Thema IFS ist für jeden etwas dabei. Was noch fehlt, ist eine selbst auszuführende Auswahl im Hinblickauf das, was sich jeder zutraut, was jeder seinen Bekannten und Verwandten zutraut, wo er möglichen Nutzen sieht. Da wird noch – ohne das kritisieren zu wollen, vor lauter Empörung zu viel und zu weit ausgeholt. Resultat: Angstmachende (zu Recht) Nachrichten treffen auf Erschöpfung und/oder Krankheit. An Pragmatismus, was die Öffentlicharbeit anbelangt führt – auch – kein Weg vorbei. Sollte ich jetzt schon Bekanntes gesagt haben, man verzeihe mir.

  2. Was schon die frühe Kirchenmusik mit besonderen Orgelpfeifen oder die preußische Truppenführung mit Gleichschritt zum Angriff benutzten: Infraschall schafft Demut für das Volk! Mit Windparks demütigt man unterschwellig die Kritiker, ohne wahrzunehmen, dass alle betroffen sind.

  3. Interessant wäre es, in welcher Entfernung die nächsten WKA zum Haus/Wohnung von Herrn J. stehen, die Anzahl, sowie die Höhe dieser Industrieanlagen. Besteht vielleicht schon Hoffnung auf “Bürgerwindgeld” oder ähnliche Zuwendungen?

  4. Wer schon mal im Flieger am Fensterplatz gesessen hat, könnte beobachten, wie die Flügelspitzen bis zu mehreren Metern auf- und niederwippen. Große Windanlagenrotorblätter sind mittlerweile doppelt so lang, solch riesige rhythmische Infraschallbässe hat die Welt noch nie erlebt. Wen wundert die Reichweite? Wen wundert die Gesundheitsbeeinträchtigung? Die Evolution musste sich bisher noch nie mit Gegenstrategien befassen.

  5. ich hab so meine Zweifel ob es sinn macht Panik zu verbreiten, ferner ist bekannt, dass Autos und Industrieanlagen bedeutend mehr Infraschall verursachen, alles auf WKAs zu fokussieren ist unseriös…siehe auch Ärzteblatt, psychosozialer Einfluss wahrscheinlicher

    1. Wie sagte ein Zahnarzt zu einem Freund von mir?
      “Sie haben Zahnschmerzen? Dann überweise ich Sie zum Psychotherapeuten”

    2. Ich habe so meine Zweifel, ob es Sinn macht auf ihre mail zu antworten, Herr Jendrian.
      Wäre es seriös, wenn ich vermute, dass Sie in der Windenergiebranche arbeiten, selbst Betreiber, Verpächter für eine Anlage sind oder sonst irgendwie Nutzen aus der Windkraftindustrie ziehen?
      Möglich wäre auch, natürlich reine Spekulation, dass Sie weitab von jeglichen Anlagen wohnen und diese Windmühlen an Ihre Kindertage erinnern?
      Es ist für einen durchschnittlich informierten Bürger schon schwierig, sich dauerhaft den unabhängigen internationalen wissenschaftlichen Studien über die Wirkungen von Infraschall, die vermehrt Einzug in die Medien halten, zu entziehen.
      Möglich wäre schlussfolgernd nach Ihrer Theorie, dass sich die Herzmuskelphasern in den Laboren ( Dr. Vahl ), die dem Infraschall ausgesetzt wurden, sich vielleicht nur eingebildet haben, dass sie sich unter der Bestrahlung verändern.
      Aber Sie müssen sich keine Gedanken machen, es ist alles gut…

    3. Sie schreiben “ferner ist bekannt, dass Autos und Industrieanlagen bedeutend mehr Infraschall verursachen”
      Woher haben Sie diese Sicherheit? Welche Belege haben Sie hierfür?
      Die Belastung, die von WEA ausgeht liegt auch nicht primär in der Lautstärke bzw. dem Schalldruck, sondern in der Periodizität.
      Stellen Sie sich vor, Sie fahren von Hamburg nach München und zurück, ökologisch korrekt konstant mit 120 km/h. Auf der Hinfahrt sind alle Fenster geschlossen. Auf der Rückfahrt sind die hinteren Seitenscheiben links und rechts jeweils einen Spalt offen. Welche Fahrt wird für Sie entspannter sein?

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