Hilfe – Auftragslage und Einkommen sinken!

Das fordernde Jammern der Windbranche um ihr Auslaufmodell

Nach bald 3 Jahrzehnten wachsender staatlicher Förderung ist das gehätschelte Lieblingskind immer noch nicht erwachsen und die Windkraftlobby macht mit dreisten Forderungen Druck auf Politik, die in dieser Branche stets nach Erpressung klingen.
Nach dem Motto: Regierung, wenn Du nicht zu unserem Vorteil die Naturschutzgesetze änderst, die Klagemöglichkeiten für Bürgerinitiativen und unabhängigen Naturschutzorganisationen durch Einschränkungen der Klagebefugnis, Verkürzungen der Klagewege einschränkst, besser abschaffst und wenn Du den Krankheitsaspekt von Dauerbeschallung durch ILFN, Lichtimmissionen und optische Bedrängung nicht konsequent negierst und Windkraftgegner nicht noch viel mehr ausgrenzt und verhöhnst und Flächen für WEA nicht nahezu unbegrenzt ausweist, dann bauen wir zur Strafe Arbeitsplätze ab und gehen ins Ausland.
Haben Sie schon mal gehört, dass andere Branchen – die Landwirtschaft, die für jede ungeeignete Witterung und viele Krankheitsereignisse in Fauna und Flora entschädigt wird mal ausgenommen – derart dreist auch nach Jahrzehnten der Förderung weitere staatliche Hilfe fordern, weil ihr Produkt nicht mehr massenhaft nachgefragt wird?

FAZ und WELT thematisieren das Leiden einer Branche in gespielter (?) Endzeitstimmung.
JR

FAZ.net – WINDENERGIE:

Enercon streicht bis zu 3000 Stellen

VON CHRISTIAN MÜSSGEN, HAMBURG-AKTUALISIERT AM 08.11.2019

Die Windenergie steckt in Deutschland in einer Krise. Immer mehr Unternehmen müssen aufgrund einer schlechten Auftragslage Stellen abbauen. Der Branchenverband spricht von einem „letzten Weckruf“.

„Die Bundesregierung hat alle Instrumente vor sich, um den deutschen Markt wieder hochlaufen zu lassen“, sagte der Verbandspräsident Hermann Albers. „Sie muss endlich handeln, um das Wertschöpfungsnetzwerk Wind in Deutschland zu halten.“

Mit Dank an Bernd für die Info!

und

FAZ.net – ENERCON IN DER KRISE:

Angst vor Kahlschlag in der Windbranche

VON CHRISTIAN MÜSSGEN, HAMBURG UND RÜDIGER KÖHN, MÜNCHEN-AKTUALISIERT AM 11.11.2019

Der Hersteller Enercon aus Aurich will Tausende Stellen streichen und schreckt Politik und Gewerkschaften auf. Geschäftsführer Kettwig fordert Hilfe für die Industrie. Braucht es die tatsächlich?


WELT.de – WIRTSCHAFT
WINDKRAFTANLAGEN

Enercon kündigt massiven Stellenabbau an – und kritisiert die Bundesregierung

Stand: 09.11.2019 |

Enercon ist in der Misere nicht allein. Erst im April hatte Konkurrent Senvion Insolvenz angemeldet. Bei Nordex brach der Gewinn im ersten Halbjahr um mehr als die Hälfte ein. Als Hauptgründe für die Branchenkrise gelten lange Genehmigungsverfahren, zu wenig ausgewiesene Flächen und viele Klagen von Bürgerinitiativen.

Allerdings sind auch die Unternehmen selbst für den Niedergang verantwortlich. Wer sich vor allem auf den Inlandsmarkt konzentriert und wenig Offshore-Anlagen im Angebot hat, bekommt Probleme

und

Niedersachsens Ministerpräsident Weil – Einer der vielen verlässlichen Freunde der Windkraftbranche

Auch Sachsen-Anhalts Oberbürgermeister von Magdeburg,Trümper, kümmert sich um die leidende Branche

Während die böse FDP der Regierung in NDS wegen Enercon Planwirtschaft vorwirft

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2 Kommentare

  1. Enercon geht mit der Begründung, dass die Regierung das Unternehmen nicht permanent mit einem großen Binnenabsatzmarkt versorgt, ins Ausland. Das Unternehmen lässt Aurich und Magdeburg ziemlich trostlos zurück. Die Goldgräberstimmung ist verflogen. Ich hoffe, dass die, die der Branche vertraut haben, ihre Lektion gelernt haben. Indem Olaf Lies nun moralinsaure Vorwürfe an Enercon richtet, richtet er seine eigene Politik. – Hier ist noch ein Essai zu einem anderen Thema: Heuschrecken – die achte Plage (https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/11/14/heuschrecken-die-achte-plage/)

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