Thüringen wählt!

Flächendeckende Landschafts- und Naturzerstörung oder Schutz für Wald und Flur, Mensch und Tier?

Am 27. Oktober ist Landtagswahl im waldreichen Thüringen mit seinen großenteils noch sehr naturbelassenen und wenig besiedelten Regionen.
Eins der wenigen Bundesländer, das heute noch auf langen Strecken Balsam für die Seele ist für alle, die weite Landschaften mit ungestörten Horizonten lieben, denen die Natur mit ihrer Artenvielfalt mindestens genauso lieb ist, wie kulturhistorisch bedeutende Stätten und architektonische Schönheiten. Ein Land zum Wohlfühlen!

Aber auch hier, gefordert von der einflußreichen Lobbyisten und befördert von der derzeitigen Rot-Rot-Grünen Regierung, fräst sich der Windkraftwahnsinn bereits zielstrebig und profitorientiert in einige Regionen, während in anderen engagierte Mitstreiter um den Erhalt all der Schönheiten dieses Landes und um ihre Gesundheit ringen.

Wie wir im Frühjahr 2017 anläßlich unseres Infraschallvortrages im Thüringer Landtag auf Einladung der CDU erleben konnten, ist der Widerstand gegen die Zerstörung des Landes durch die flächendeckende Industrialisierung mittels Windkraftwerke sehr aktiv und weit verbreitet.

Rotmilane bei Klein Dorla, Thüringen- (c) www.windwahn.com

Auch die thüringer Landtags-CDU, mit Mike Mohring an der Spitze, weicht weiterhin vom Bundeskurs ihrer Partei ab und hält an ihrer Kritik am Windkraftausbau fest, nachzulesen im

Regierungsprogramm auf den Seiten 36, 38 und 39

und mit Vorwort von Mike Mohring zur Windkraft im Wald – https://www.cdu-landtag.de/assets/publikationen/Broschuere/Klima-und-Wald.pdf

Fragen Sie Ihre Kandidaten vor Ort, wie sie ihre Vorstellungen und Programme im Falle ihrer Wahl durchsetzen werden!
JR

P.S. Tipp aus S-H:

Nachbohren in Bezug auf ein Negativbeispiel aus SH kann nützlich sein!
Denn hier wurden die Wähler bei der letzten Landtagswahl 2017 von der heutigen Mehrheitspartei CDU und vom Koalitionspartner FDP gnadenlos getäuscht. Selbst die im Falle des Wahlsiegs versprochenen, ohnehin lächerlichen Abstandsvergrößerungen von 400 auf 500m im sog. Außenbereich und von 800 auf 1000m zu Ortschaften von WEA zur Wohnbebauung wurden umgehend kassiert. Sollten dennoch hier und da größere Abstände umgesetzt werden, so werden nun die Abstände zu den Habitaten gefährdeter Arten und geschützten Landschaften, Naturparken etc. verkürzt.
Allerdings ist das Ausmaß des Windkraftwahnsinns mitsamt ihres Lobbyismus und einer außergewöhnlichen Ideologisierung in SH, das sich als Wiege der Windkraft rühmt, so übermächtig, dass es nicht unbedingt vergleichbar ist mit einem natur- und kulturverbundenen Bundesland wie Thüringen.
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2 Kommentare

  1. Das post scriptum hebt alles, was der Text darüber sagt, wieder auf. Auch in Brandenburg hat die CDU im Wahlkampf vernünftige Positionen vertreten und die Landtagsabgeordneten haben durchdachte Kleine Anfragen zur Umsetzung der Europäischen Vogelschutzrichtlinie und gegen Windkraft im Wald gestellt. Dieselbe Partei hat diese Bemühungen auf Bundesebene nicht unterstützt, sondern sich ungetrübt ihrem Windwahn überlassen und die Brandenburger CDU die Wahl verlieren lassen. Genauso verfährt sie nun auch in Thüringen. In Hessen hat die CDU-geführte Landesregierung die CDU-Bürgermeister in den Windeignungsgebieten gegen eine Wand laufen lassen. In Vorpommern haben die CDU-Abgeordenten im Kreistag für die Wiederherstellung der Planungshoheit der Gemeinden gestimmt und dieselben Personen haben es kurz danach im Landtag dann nicht getan. Solange die CDU keine demokratischen Strukturen in ihrem Inneren aufbaut, sondern ihre Parteisoldaten von oben herab führt, ist von ihr nichts zu erhoffen und nichts zu erwarten. Die Unfähigkeit ihrer Mitglieder, eine Parteispitze auszuwechseln, die seit vielen Jahren gegen die eigene Basis regiert und die Ziele ihrer politischen Gegner umsetzt, belegt das.

  2. Die Thüringer Bürger sollten sich ganz genau überlegen,wem sie zur Wahl ihre Stimme geben. Ich empfehle ihnen, sich kundig zu machen, welche Partei gegen den Windradausbau ist und ihm die Stimme zu geben.
    Welche Massen an Beton als Fundament in den Boden kommt , kann jeder nachlesen. Wie dieser Beton nach 20-25 Jahren wieder entsorgt wird ist ungewiss. Kürzlich wurde dafür ein Paradebeispiel gezeigt. Nur die Oberfläsche wurde abgekratzt, damit einige cm Erde drauf geschmissen werden konnte um Plan zu machen. Ca99% des Betons blieb im Boden. Nun zu den Kosten der Entsorgung. Die Betreiber lösen gekonnt ihre Betreiberfirma auf und sind somit nicht mehr verpflichtet die Entsorgungskosten von ca einer Million Euro zu zahlen. Die Rücklagen beim Bau der Anlage, die eingezahlt werden müssen beträgt nur einen Bruchteil der Endsumme. Der Vermieter des Baugrundes hat aber einen Vertrag abgeschlossen und muss dann laut Vertragsrechts für den ehemaligen Vertragspartner einspringen. Auch jeder Bauer der für die Errichtung eines Windrades mit der Firma einen Vertrag unterschreibt, ist dann auf Grund des Vertrages bei Ausfall des Vertagspartners dazu verpflichtet, die Rückbaukosten zu tragen. Mit seiner Unterschrift gibt der Landvermieter seine Zustimmung zum Vertrag. Damit muss er dann rechnen, nach Auflösung der Betreiberfirma, das er mit seinem Haus,Hof und seinem Vermögen für die Entsorgung aufkommen muss.
    Windräder im Thüringer Wald wird den Wald sogut wie abschaffen. Denn jedes Windrad braucht nicht nur Platz für die Baustelle, dem späteten Standort des Rades, auch muss ja für die gesamte Nutzungsdauer eine befestigte Straße zu JEDEM Windradstandort bebaut und unterhalten werden. Der Wald wird dann nicht mehr in Jagen unterteilt , sondern in Standortplätzen. Von Wald kann man dann ja nicht mehr sprechen. Die Bauern haben dann aber keine Wildschäden mehr, denn Wild wird es dann nicht mehr geben. Von dem Massensterben der Vögel und Insekten möchte ich garnicht schreiben.
    Meine Meining, wer für die Aufstellung der Windräder ist, ist gleichzeitig für Massenmord.

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