Deutliche Abnahme des Rotmilanbestands im Nordosten

vermeldet der NABU…

Lesen Sie dazu den Beitrag von René Sternke und unterzeichnen Sie bitte die anschließende Petition! Vielen Dank!

Vorbemerkung: Der NABU zwischen den Stühlen

Auf Anfrage habe ich vom NABU eine Stellungnahme zum Thema „Rotmilan und Windkraft“ erhalten. Die Feststellung des NABU, dass die Rotmilanbestände im Nordosten Deutschlands deutlich zurückgehen, unterstreicht die Wichtigkeit der Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

Die Stellungnahme zeigt einmal mehr, dass der NABU mit seinem Bestreben, Windkraft und Naturschutz unter einen Hut zu bringen, die Quadratur des Kreises versucht. Die Windindustrie und die ihr inzwischen hörigen Leitmedien geben sich mit so einem Kompromiss nicht zufrieden. Andererseits sind die Kompromisse des NABU auch für den Naturschutz nicht vorteilhaft, da sie zu einer Verknappung der Lebensräume der geschützten Arten beitragen.

Das Zeugnis des NABU zeigt einmal mehr, wie unsauber die öffentlich-rechtlichen Sender arbeiten und dass ihnen in ihrer Selbstherrlichkeit jegliches journalistische Ethos abhandengekom-men ist.

In den persönlichen Bemerkungen eines Mitarbeiters des NABU im Begleitbrief zur nachfolgenden Stellungnahme des NABU heißt es: „Derzeit werden wir massiv angegriffen von der Windenergielobby, wir würden als NABU mit dem Rotmilan den Windkraftausbau in Deutschland verhindern. Parallel wird uns von anderer Seite vorgeworfen, der Rotmilan wäre uns egal und wir wären von der Windenergielobby gekauft und würden mit denen gemeinsame Sache machen.“ – Ich kenne mehrere Mitarbeiter des NABU persönlich und schätze ihr uneigennütziges Engagement für den Schutz der Natur hoch. Der NABU ist nicht der BUND, der tatsächlich zu einer Lobbyorganisation der Windkraftbranche herabgesunken ist. Doch hat sich der NABU mit seinem Versuch, das Unvereinbare miteinander zu verbinden, in eine Position zwischen den Stühlen gebracht.

Der NABU erkennt, dass Windkraftausbau und Rotmilanbestand in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis stehen. Einen kausalen Zusammenhang sieht er nicht.

Stellungnahme des NABU zum Thema „Rotmilan und Windkraft“

INFO-Text:

Am 17.09.2019 wurde auf dem ZDF im Magazin Frontal 21 ein Beitrag über die Windenergie gesendet. Der NABU wird darin dargestellt als wäre er gegen den Ausbau der Windenergie und somit gegen erneuerbare Energien. Das Gegenteil ist richtig. Wir setzen uns für die naturverträgliche Energiewende ein: Klima- und Artenschutz zusammengedacht.

Der Beitrag greift Zahlen zur Rotmilanentwicklung auf, die so undifferenziert den Eindruck erwecken, der NABU würde ohne naturschutzfachlich relevante Begründung Windenergieanlagen verhindern wollen. Auf unserer Website finden Sie einen Faktencheck zur Entwicklung der Rotmilanpolulation der die Situation etwas differenzierter darstellt: https://www.nabu.de/news/2019/09/26918.html

Richtig ist, dass die Population im Zeitraum 2004 bis 2016 leicht gewachsen ist. Allerdings gilt dies nur, wenn nicht regional differenziert wird. Während die Bestände im Nordosten des Landes deutlich abnehmen, nehmen sie im Südwesten, vor allem in Baden-Württemberg und Bayern stark zu. Ähnliches gilt für die benachbarte Schweiz. Interessanterweise fallen die Gebiete mit abnehmenden Beständen mit den Regionen zusammen, in denen die Windenergie bereits heute stark ausgebaut wurde, die Regionen mit zunehmenden Beständen jedoch Bundesländer mit einem vergleichsweise sehr geringen Windenergie Ausbaustand betreffen. Die Kausalität ist damit noch längst nicht bewiesen. Allerdings macht diese Betrachtung sehr wohl deutlich, dass der Rückschluss, die Windenergie hätte keinen Einfluss auf die Entwicklung von Rotmilanpolulationen – wie im Frontal 21 Beitrag dargestellt – unzulässig ist.

Entgegen der Behauptung von Windkraftunternehmen und Forstbesitzern im Kreis Paderborn, wonach der Rotmilanbestand trotz Ausbau der Windkraftanlagen zugenommen bzw. mindestens stabil geblieben sei, ist der Bestand nach exakter Feststellung der örtlichen Ornithologen und der Biologischen Station von 58 Brutpaaren im Jahr 2012 auf nur noch 38 Brutpaare im Jahr 2018 zurückgegangen, also um ein Drittel. Die Behauptung, dass der Brutbestand trotz weiteren Ausbaus der Windkraft in Paderborn, stabil geblieben sei, wurde auch von der ZDF-Sendung Frontal21 ungeprüft übernommen, obwohl der Redaktion die tatsächlichen Zahlen genannt wurden.

Weitere Informationen zu Klagen des NABU finden Sie hier: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/energie/erneuerbare-energien-energiewende/windenergie/26913.html

Zu unserer Position allgemein: www.NABU.de/Windenergie

Außerdem gibt es eine aktuelle Stellungnahme des NABU zum Thema „Rotmilan und Windkraft“: https://www.nabu.de/downloads/vogelschutz/Stellungnahme%20NABU%20Rotmilan%20Artenschutz%20WEA_Sep2019_final_layouted.pdf

Vgl. auch

Rotmilane gehören zu den häufigsten Kollisionsopfern an Winkraftanlagen (Quelle: NABU: Gefahr für den Rotmilan – Foto: Maik Sommerhage)

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“
https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

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