Bezahlung von Wegwerfstrom: Gigantische Verteuerung durch Eingriffskosten

2017: 1 Milliarde Euro für Eingriffskosten
2022: bis zu 4 Milliarden Euro nach Abschaltung der letzte AKW

FAZ

Stromnetz unter Druck : Rekordkosten wegen Noteingriffen

Aktualisiert am 01.01.2018

Im Norden Windstrom im Überfluss, im Süden Mangel: Die regionale Unwucht der Energiewende setzt die Stromnetze unter Druck. Der Netzbetreiber Tennet berichtet von Rekordkosten für Noteingriffe. Das dürfte vorerst so bleiben.
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Der Netzbetreiber Tennet hat wegen der großen Ausdehnung seines Netzgebietes auch den größten Anteil an den deutschen Netzeingriffskosten. Nach der Abschaltung der letzten Atomkraftwerke 2022 könnten die Eingriffskosten laut Bundesnetzagentur sogar auf bis zu vier Milliarden Euro bundesweit im Jahr anwachsen.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/stromnetz-unter-druck-tennet-meldet-rekordkosten-fuer-noteingriffe-15368759.html

FOCUS – inkl. Video

Stromnetz unter Druck – Betreiber zahlten 2017 fast eine Milliarde Euro für Noteingriffe

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Noteingriffe werden nötig, wenn Stromleitungen fehlen, um vor allem Windstrom von Norden nach Süden zu bringen. Die Eingriffskosten lagen 2015 noch deutlich niedriger bei 710 Millionen Euro, im windschwachen Jahr 2016 sogar nur bei 660 Millionen Euro. Die Kosten werden über die sogenannten Netzentgelte auf den Strompreis umgelegt und landen am Ende beim Verbraucher.
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Kraftwerke im Sturm

Im stürmischen Herbst und Winter müssen im Norden immer wieder Gas- und Kohlekraftwerke heruntergefahren oder Windparks gegen Kostenerstattung abgeschaltet werden, weil sonst mehr Strom produziert würde als die Netze aufnehmen können. Damit im Süden nicht die Lichter ausgehen, müssen dort konventionelle Reservekraftwerke hochgefahren werden. Oft kommt die Netzreserve auch aus Österreich. Auch dafür müssen die Netzbetreiber Entschädigung zahlen.

Grünen-Experte Oliver Krischer sagte, „solange Kohle- und Atomkraftwerke weiterlaufen, auch wenn viel Erneuerbare Energien im Netz sind, steigen logischerweise die Kosten für Netzeingriffe“. Der Kohleausstieg sei nötig, um die Zahl der Eingriffe und die Kosten zu reduzieren. „Wir brauchen aber auch Transparenz und neue Regeln im Stromnetz“, forderte der Bundestags-Fraktionsvize. „Die Netzbetreiber können weitgehend schalten und walten, wie sie wollen, ohne sich für Notwendigkeit und Kosten der Netzeingriffe rechtfertigen zu müssen.“ Die Bundesnetzagentur könne nicht nachvollziehbar erklären, welche Eingriffe und Kosten wirklich nötig seien.
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https://www.focus.de/immobilien/energiesparen/foerderung-in-energiewende-fehlt-stromnetz-unter-druck-betreiber-meldet-rekordkosten-fuer-noteingriffe_id_8180597.html

Video:

https://www.focus.de/immobilien/energiesparen/verbraucher-profitieren-nicht-an-vielen-tagen-koennte-der-strom-kostenlos-sein-trotzdem-steigen-preise-fuer-uns_id_8123649.html


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https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_aktuell/Strom-Tennet-zahlt-Milliarde-fuer-Noteingriffe,ndraktuell41790.html

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