Kampf um Windkraftnutzung in Mittelhessen – Genehmigungen zu Siegfriedeiche und Buhlenberg

Aus der Sicht von erneuerbareenergien.de

Sechs Jahre lang grünes Licht, dennoch musste Gericht helfen

von Tilman Weber, 11.02.2019

Ein Windpark, dessen zähe Entstehung typisch ist für derzeitige Projektverschleppungen: Projektierer Windwärts baut das hessische Projekt Siegfriedeiche.

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Klagen auch nach Genehmigung – sind die Regel

Doch war schon vorher die Gegenwehr von Windkraftgegnern gegen die von der Gemeinde einvernehmlich gewünschte Errichtung des Windparks im Wald groß, so war sie mit den Genehmigungen und auch der erfolgreichen Ausschreibung nicht zu Ende. So klagten die Windkraftgegner danach vor Gericht. Die Gemeinde dürfe Flächen in dem Gemeindewald gar nicht an den Windparkprojektierer verpachten, argumentierte die Anti-Windkraft-Organisation „Taunus-Windkraft mit Vernunft e.V.“. Denn es müssten „für Landschaftsschutz geeignete Grundstücke im Eigentum der öffentlichen Hand grundsätzlich zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes genutzt werden“. Am 28. Januar allerdings wies der Hessische Verwaltungsgerichtshof den Einspruch der Windkraft-Opposition ab. Bis März 2020 will Windwärts zumindest die sechs Anlagen für „Siegfriedeiche“ nun errichten und hat mit den vorbereitenden Arbeiten in dem Waldstück nun gerade begonnen.

Nach Schätzungen des Bundesverband Windenergie (BWE) stoppen Windkraftgegner inzwischen schon jedes zweite Windparkprojekt in Deutschland mit noch nach der immissionschutzrechtlichen Genehmigung eingereichten Klagen.

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