Windforce hat das Gefühl, die Bundesregierung bremse den Offshore-Ausbau gewollt aus

Auf der interessanten Website Erneuerbare Energien heißt es in Tilman Webers Beitrag vom 22. März 2026:

„Die Reform des WindSeeG steht an, weil die vorherigen Ausschreibungen mit sogenannten Negativgeboten zuletzt an komplett ausbleibenden Geboten von Investoren oder Projektierern scheiterten, die für das Entwicklungsrecht eines Windparks anders als noch 2023 und 2024 kein Kapital mehr ohne gesicherte Mindestvergütung einsetzen wollen und auch zu keinen Zahlungen für dieses Entwicklungsrecht mehr bereit sind.“

Dieses Thema wurde bereits in dem Beitrag vom 21. Februar angesprochen. Hier äußerte Markus Nölke, Geschäftführer von Windforce zur Absicht der Bundesregierung, die Auktion neuer Meereswindpark-Projektzonen bis 2027 auszusetzen, dafür sei „der Hauptgrund aus Sicht der Regierung doch wohl eher, dass auch 2026 wie im vergangenen August wieder kein Investor bieten wird“.

Er interpretiert das Verhalten der Bundesregierung folgendermaßen: „Unser Bauchgefühl ist hier, dass sie andere Prioritäten hat wie den Bau neuer Gaskraftwerke. […] Vieles weist darauf hin, dass ein Ausbremsen gewollt ist. Da wird langsamer als vorher dran gearbeitet – und schon die Diskussion, ob sie Ausschreibungen verschieben oder nicht, ob das Gesetz jetzt kommt oder noch nicht, ist ein gewolltes Signal. Die Investoren sagen nun, dass sie sich anderweitig umschauen, eine Reaktion, die sie in Berlin voraussehen. Nochmals: Wir haben das Gefühl, dass das so gewollt ist.“

Meereswindparks schädigen die Umwelt stark. Möge Markus Nölke Recht haben. Mögen die Investoren sich anderweitig umschauen.

Quelle: https://www.erneuerbareenergien.de/energiemarkt/energierecht/windforce-diskutiert-was-erneuert-das-investorenvertrauen-der-offshore-windkraft
Quelle: https://www.erneuerbareenergien.de/energiemarkt/energierecht/keine-offshore-ausschreibung-2026-wab-chef-wir-haben-bauchschmerzen-damit

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