!SAVE the DATE! MDR-TV: Mittwoch, 10.07.2019, 20:45

Exakt – Die Story
Flaute im Windpark

Energiewende in Gefahr

Film von Loréne Gensel und Ute Gebhardt

100 Prozent Strom aus Erneuerbaren Quellen bis 2040 – dieses Ziel hat die rot-rot-grüne Landesregierung für Thüringen gesteckt. Dafür sollen künftig auf einem Prozent der Fläche des Freistaates Windräder stehen. Doch die Ziele des Landes für den Ausbau der Windenergie werden in den Regionen immer offener hinterfragt, abgelehnt und sabotiert.

Rund 840 Windräder drehen sich derzeit in Thüringen. 0,3 Prozent der Landesfläche beanspruchen diese Anlagen. Doch Projektierer und Investoren fragen: Wie soll es weitergehen? Neue Flächen werden häufig vor Gericht erstritten, weil die Behörden in den Kreisen häufig zögern, neue Anlagen zu genehmigen. Woher sollen neue Vorrangflächen kommen, wenn die neuen Regionalpläne immer wieder mit Wellen von Einsprüchen ausgebremst werden?

Was passiert mit den rund 150 Thüringer Windrädern, die ab 2020 nicht mehr gefördert werden? Für den Erfolg der Energiewende müssen sie durch neue ersetzt werden, die mehr Strom erzeugen können. Doch wie soll das gelingen – bei den aktuellen Rahmenbedingungen?

Die Gegner neuer Windräder organisieren und vernetzen sich immer besser: In 50 Bürgerinitiativen engagieren sie sich inzwischen. Was sind Ihre größten Sorgen und Bedenken? Warum protestieren sie nicht nur gegen Windräder vor der eigenen Haustür, sondern grundsätzlich gegen die Energiewende? Sie suchen immer wieder den offenen Streit mit Menschen, die sich für Windkraft engagieren.*
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Mit Dank an Rainer und René für die Info!

Eins zu null für Euch, liebe thüringer Mitstreiter! 

Warum? – Weil Ihr es geschafft habt, dass Euch der MDR vorwirft, dass Ihr keine egoistischen Nimbys/St.Florianer seid, sondern dass Ihr Euch erlaubt, anstelle einer Meinung eine Haltung zu haben und Euch gegen Energiewende und Windkraft generell und überall einzusetzen. Chapeau!

Zuvor war es zwei Jahrzehnte lang umgekehrt: Die Mainstreammedien, Umweltschutzverbände, Politiker und Windkraftprofiteure haben sich immer viel Mühe gegeben, zu behaupten, alle Windkraftgegner wären Nimbys und damit Zyniker und Egoisten, die nur ihre eigenen Immobilien und Ausblicke vor WEA schützen wollten.

Argumente zum Natur-, Arten- und Gesundheitsschutz wurden hartnäckig überhört. Stimmen zum ökologischen und ökonomischen Wahnsinn der Windkraftnutzung zulasten der mit Zwangsabgaben belasteteten Bevölkerung wurden ausgeblendet und die Hinweise auf soziale Verwerfungen, nicht nur in den ländlichen Räumen, sondern durch die Umverteilung von unten nach oben schließlich überall, wurden negiert.

Die Behauptung, die thüringer Windkraftgegner suchten Streit mit Windkraftbefürwortern, zeigt die Voreingenommenheit des MDR oder zumindest der Exakt-Redaktion. Von einer ausgewogenen Berichterstattung keine Spur.
Statt dessen Ignoranz auf ganzer Linie gegenüber Menschen im ländlichen Raum, die ihr Zuhause gegen die Übergriffe von Profiteuren zu verteidigen versuchen, zur Bewahrung der Natur und Artenvielfalt, der Kulturlandschaften, der sozialen Gerechtigkeit, des Dorffriedens und ihrer Immobilienwerte.

Nicht die Verteidiger demokratischer Rechte und Bewahrer von Werten sind die Aggressoren, sondern diejenigen, die ihre Profite um jeden Preis durchsetzen wollen – zulasten ihrer Nachbarn und der Natur.
JR

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