Ende der Klimakonferenz – Endlich wieder atmen

… ohne Angst haben zu müssen, wegen Verpestung der Luft mit CO2 von Klimarettern aus aller Welt verhaftet zu werden.
Auch dieser Artikel von Jasper von Altenbockum trifft den Nagel auf den Kopf und zeigt auf, in welche Sackgasse uns eine Regierung, die sich hat treiben lassen von Ideologen und erpressen von Lobbyisten manövriert hat. Mut zur Umkehr, um mit Klugheit und auf wissenschaftlicher Basis nebst Rückbesinnung auf die Tatsache, dass es in diesem Land auch noch Menschen und Natur gibt, die irgendwo weiterleben müssen ist in den derzeitigen Sondierungsgesprächen der vier Parteien nicht zu erkennen.
Oder wie oft haben Sie in den letzten Berichten dazu von einen der beftragten Politiker die Worte “Menschen, Natur und Arten oder Bürgermeinung, Bürgerrechte” gehört?
JR

FAZ

Klima Zickzack

von Jasper von Altenbockum – 16.11.2017-14:27

Die Erwartungen, die an Angela Merkels Auftritt vor der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn geknüpft wurden, konnte die Kanzlerin schwerlich erfüllen. Sollte sie die Jamaika-Sondierungen vor vollendete Tatsachen stellen und einen grün-radikalen Einstieg in den Kohleausstieg bekanntgeben? Emmanuel Macron hatte es da leichter. Der französische Präsident konnte den Kohleausstieg lässig schon für 2020 aus dem Ärmel schütteln – er hat ja die Atomkraft. In der Gruppe der Zwanzig, die jetzt mit dem Kohleausstieg vorangehen, sieht es nicht viel anders aus.

Dass Macron das eine, den Kohleausstieg, mit dem anderen, der Atomkraft, erklärte, verstand sich irgendwie von selbst. Nur deutsche Energiepolitiker geraten da ins Grübeln, weil sie mit dem Atomausstieg den zweiten vor dem ersten Schritt gemacht haben und sich jetzt wundern, dass sie bei den Klimazielen aus dem Tritt kommen.
[…]
Die erst von ihrer alten Regierung gedeckelten Ausbauziele für erneuerbare Energien müssen von der neuen Regierung vielleicht schon wieder weit nach oben revidiert werden. Anders sind Atomausstieg, Kohleausstieg, Elektromobilität und höherer Strombedarf nicht auf eine Reihe zu bringen, um die bis 2050 vorgegebenen Klimaziele doch noch zu erreichen. Das ist mit dramatischen Kosten, materiellen und landschaftlichen, verbunden. Die Stimmung könnte sich dann schnell wieder ändern. War nicht die Bundestagswahl schon das erste Signal dafür?
[…]
Da steht dann aber nicht mehr nur die Zukunft der Lausitz auf dem Spiel, sondern die ganz Deutschlands. Das ist keine Kleinigkeit, selbst wenn es dabei angeblich um die „Zukunft der Menschheit“ (Angela Merkel) geht.

3 Kommentare

  1. Frau Merkel bietet den Grünen die Abstellung von 7 Kohlekraftwerken an. Kann sie das eigentlich so einfach? Sowie ich mich erinnere, haben einige Kohlekraftwerke, weil sie als Lückenbüßer für die “Erneuerbaren” nicht mehr rentabel sind, schon die Abstellung beantragt. Die Netzagentur hatte das, weil sie als systemrelevant gelten, abgelehnt.

  2. Aus den Medien habe ich entnommen, dass Frau Merkel den Grünen die sofortige Abstellung der Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 7 GW angeboten hat.
    Die Grünen haben aber die sofortige Abstellung von 20 Kohlekraftwerken mit einer Leistung von 8 GW gefordert.
    Gemäß eine Studie des Bundeswirtschaftmisteriums, die in die Jamaikaverhandlungen eingebracht wurde, wäre bei Abschaltung von Kohlekraftwerken mit einer Leistung von 7 GW die Stromversorgungssicherheit gewährleistet.
    Der Wirtschaftsrat der CDU kritisiert, dass mit dem Nachweis dieser Studie die Stromversorgungssicherheit aufs Spiel gesetzt wird.
    Der Wirtschaftsrat der CDU bewertet auch den von Bündnis 90/ Die Grünen gefordeten vollständigen Ausstieg aus den Kohlekraftwerken bis 2030 als realitätsfern.
    Unter dem Titel ” Klimaschutz-Kampf um die Kraftwerke” veröffentlicht die Wirtschaftszeitung “Aktiv” vom 25.11.2017 einen Beitrag von Professor Manuel Frondel vom Wirtschaftsforschungsinstitut RWI, der beim Kohleausstieg zu einer ähnlichen Aussage wie der Wirtschaftsrat der CDU kommt und auf die Strom-Blackout-Gefahr hinweist.
    Dieser Professor weist darauf hin:
    -Beim boomenden Ökostrom sei das Problem, dass Sonne und Wind nicht gleichmäßig verfügbar ist.
    -Pumpspeicherwerke können nur ein Bruchteil der Energie speichern.
    -Versorgungssicherheit aber ist für Unternehmen und Gesellschaft existenziell wichtig.
    Der Kommentar dieses Professors und die Hinweise des Wirtschaftsrates der CDU kennzeichnen aus meiner Sicht das Niveau der Jamaikaverhandlungen zur Klimapolitik und bewerten auch die Entscheidungsfähigkeit der Bundeskanzlerin.

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